Beim Jugend präsentiert-Bundesfinale begeistern Schülerinnen und Schüler mit Bühnenpräsenz, Sachkenntnis und Kreativität.
„Wieso riecht unsere Milchstraße nach Himbeeren?” – Mit der Beantwortung dieser Frage überzeugte Tamina Grunert vom Heinrich-Hertz-Gymnasium Berlin die Jury und belegt den ersten Platz des Bundeswettbewerbs.
Die sechs besten Präsentationen des Bundeswettbewerbs gewinnen eine mehrtägige Reise nach Berlin, die exklusive Einblicke in die Wissenschaft und den Besuch von ausgewählten Kulturveranstaltungen umfasst. Insgesamt beteiligten sich bundesweit über 9.000 Schülerinnen und Schüler am diesjährigen Wettbewerb. In der Vorrunde traten 117 von ihnen an, um sich für die ersten sechs Plätze im Bundesfinale zu qualifizieren. Ziel war es, eine MINT-Präsentation zum Themenbereich „Universum” zu halten. Das Bundesfinale fand im Konzertsaal der Universität der Künste in Berlin statt. Moderiert wurde die Veranstaltung von Jana Forkel und Clarissa Corrêa da Silva, bekannt aus der „Sendung mit der Maus”, „neuneinhalb“ und „Wissen macht Ah!“.
Wie man mithilfe von Spektrallinien den Duftstoff von Himbeeren in der Milchstraße nachweisen kann, zeigte Tamina mit einer grafisch anschaulichen und kurzweiligen Präsentation.
„Es ist eine große Freude für mich zu sehen, wie die Schülerinnen und Schüler mit herausragender Kommunikationskompetenz und Begeisterung Naturwissenschaften vermitteln. Die Teilnahme an Jugend präsentiert fördert genau diese Kompetenzen und ermutigt zu einer aktiven Beteiligung an einer lebendigen Wissensgesellschaft“, so Lilian Knobel, Geschäftsführerin für Bildung und Wissenschaftskommunikation der Klaus Tschira Stiftung.
Die Bewertung der Präsentationen
Die Jury des diesjährigen Bundesfinales setzte sich aus renommierten Persönlichkeiten aus Wissenschaft und Wissenschaftskommunikation zusammen. Mit dabei waren auch zwei Jugend präsentiert-Finalistinnen des Vorjahres: Benita Bender und Dana Kang bewerteten die Adressatenorientierung der Präsentationen. Juryvorsitzender Olaf Kramer ist Professor für Rhetorik und Wissenskommunikation an der Universität Tübingen und dort Leiter der Forschungsstelle Präsentationskompetenz. Er bewertete gemeinsam mit Astronautin und Astrophysikerin Dr. Suzanna Randall („Terra X Lesch & Co“) das Darstellungsvermögen der Finalistinnen und Finalisten. Die Sachkenntnis wurde von Prof Dr. Marek Kowalski (Professor für Experimentelle Astroteilchenphysik an der Humboldt-Universität zu Berlin und Leiter des DESY (Deutsches Elektronen-Synchrotron)) und Physiker Dr. Kai Polsterer (Wissenschaftlicher Direktor des Heidelberger Instituts für Theoretische Studien (HITS)) bewertet.
Der Weg ins Bundesfinale
Für die Teilnahme am Wettbewerb hatten sich die Schülerinnen und Schüler zunächst mit einem Videoclip einer Präsentation zu einem selbst gewählten MINT-Thema beworben. Eine Jury entschied, welche Präsentationen es in die Länderfinale schafften. Bei insgesamt sechs Länderfinalen und einem Online-Länderfinale der Deutschen Auslandsschulen präsentierten 400 Jugendliche vor einer weiteren Jury. Anhand der Bewertungskriterien Adressatenorientierung, Darstellungsvermögen und Sachkenntnis konnten sich zunächst 117 Schülerinnen und Schüler für die Vorrunde des Bundesfinales qualifizieren: Am Samstag präsentierten sie in einer der modernsten Schulen Berlins, der Lise-Meitner-Schule, und traten so um den Einzug ins Bundesfinale an. Auf dem Weg zum Finale hatten die Teilnehmenden außerdem an einem mehrtägigen Präsentationstraining teilgenommen.
Die Bewerbungsphase für den Wettbewerb 2025/26 ist vom 1. November 2025 bis zum 15. Februar 2026 möglich. Teilnahmeberechtigt sind Schülerinnen und Schüler weiterführender Schulen in Deutschland sowie an Deutschen Auslandsschulen.
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