Klassensache – Ein Projekttag zu Armut und Reichtum

SoR2026 2

Wie hän­gen Armut und Reich­tum zusam­men? Wer pro­fi­tiert vom bestehen­den Wirt­schafts­sys­tem – und wer nicht? Und was hat das alles mit unse­rem eige­nen All­tag zu tun? Mit die­sen und vie­len wei­te­ren Fra­gen beschäf­tig­ten sich unse­re Schüler:innen beim dies­jäh­ri­gen Pro­jekt­tag „Klas­sen­sa­che – ein Pro­jekt­tag zu Armut und Reich­tum“.
In zahl­rei­chen Work­shops, Exkur­sio­nen und krea­ti­ven Pro­jek­ten näher­ten sich die Teilnehmer:innen dem The­ma aus ganz unter­schied­li­chen Blick­win­keln – his­to­risch, poli­tisch, wirt­schaft­lich, kul­tu­rell und persönlich.

Kon­tro­vers dis­ku­tiert wur­de in Work­shops wie „Ver­mö­gens­steu­er: Ja oder Nein?“, „Kapi­ta­lis­mus – Fair Play?“ oder „Gefähr­det extre­mer Reich­tum die Demo­kra­tie?“. Hier ent­wi­ckel­ten die Schüler:innen Argu­men­te, ana­ly­sier­ten wirt­schaft­li­che Zusam­men­hän­ge und hin­ter­frag­ten bestehen­de Macht­ver­hält­nis­se. Die Fra­ge nach glo­ba­ler Ver­ant­wor­tung stell­te sich unter ande­rem im Work­shop „Moder­ne Skla­ve­rei in Dubai“, in dem am Bei­spiel von Dubai Arbeits­be­din­gun­gen und Aus­beu­tungs­struk­tu­ren the­ma­ti­siert wur­den.
Es wur­de jedoch nicht nur dis­ku­tiert, son­dern auch krea­tiv gear­bei­tet: Eine Grup­pe näher­te sich im Maxim-Gor­ki-Thea­ter mit thea­ter­päd­ago­gi­schen Metho­den dem Stück „Ber­lin Ora­ni­en­platz“. Im Kunst­raum ent­stan­den Schrift-Kunst­wer­ke zum Buch „Mama, bit­te lern Deutsch“. In Zusam­men­ar­beit mit der Hertzfa­brik konn­ten die Schüler:innen zudem Sieb­druck­tech­ni­ken erler­nen – und dabei gleich­zei­tig mehr über glo­ba­le Lie­fer­ket­ten in der Tex­til­in­dus­trie erfah­ren.
Trotz win­ter­li­cher Tem­pe­ra­tu­ren wag­ten sich eini­ge Grup­pen auch hin­aus in die Stadt: Sie besuch­ten die Ber­li­ner Stadt­mis­si­on am Zoo, lie­ßen sich von einer ehe­mals obdach­lo­sen Per­son in Ber­lin-Mit­te ihre Per­spek­ti­ve auf das Leben auf der Stra­ße schil­dern und setz­ten sich bei einer Stadt­füh­rung durch Kreuz­berg mit Fra­gen sozia­ler Gerech­tig­keit, stei­gen­der Mie­ten und bezahl­ba­ren Wohn­raums auseinander.

Der Pro­jekt­tag hat ein­drucks­voll gezeigt: Armut und Reich­tum sind kei­ne abs­trak­ten Begrif­fe, son­dern prä­gen Gesell­schaf­ten – und auch unse­ren Schul­all­tag. Die Viel­falt der Work­shops ermög­lich­te es den Schüler:innen, sich kri­tisch, krea­tiv und enga­giert mit einem der zen­tra­len The­men unse­rer Zeit aus­ein­an­der­zu­set­zen und eige­ne Stand­punk­te zu entwickeln.

Wir dan­ken allen Lehr­kräf­ten, Referent:innen und exter­nen Partner:innen, die die­sen Tag mög­lich gemacht haben. Ein beson­de­res Dan­ke­schön geht an alle Schüler:innen, die den Pro­jekt­tag mit gro­ßem Enga­ge­ment mit­ge­plant und eige­ne Work­shops ange­bo­ten haben: Yanis Schmit­ter (9–2), Felix Richert (9–1), Enno Gie­sel (9–1), Sofi­ia Tazhkeno­va (9–2), Jose­phi­ne Deut­scher (10–2), Jules Etchepa­re (10–2), Alek­sa Coro­vic (10–2), Bao Bao Liao (10–2), Johan­na Britz (10–3), Oyu Geleg­j­amts (10–3), Anne­ka Vier­le (10–3), Nils Bren­ner (11), Luuk Bütt­ner (11), Oskar Scho­ries (11), Finn Kirsch­ning (11), Linus Lüt­gens (11), An Nguy­en (12), Timo­fej Lozovs­kij (12), Mar­kus Vor­werk (12), Livia Lenz (12), Laris­sa Baar (12) und Mar­zel­lus Quoll (12).

Aus­führ­li­che Ein­bli­cke bie­tet der Hertz-Pod­cast „Hertz­In­Fakt“, der den Pro­jekt­tag inten­siv beglei­tet und vie­le Stim­men sowie Ein­drü­cke ein­ge­fan­gen hat.