Nach einem langen Freitag mit acht Schulstunden zogen wir als Vierer-Mannschaft mit Bleistift und Geodreieck bewaffnet in die Schule, um Mathe zu machen, denn namensgemäß findet dieser Wettbewerb nachts statt. Dort trafen wir uns mit unseren Teammitgliedern und dann ging es nach einer kurzen Verzögerung auch schon los. Unsere Mannschaft, die „AlgorithMänner“, nahm an dem Wettbewerb der Stufe 7/8/9 teil, wo wir als Team von vier Achtklässlern also in der Mitte waren.
Der Wettbewerb startet um 18 Uhr und besteht aus drei Runden, die jeweils zehn Aufgaben aus verschiedenen Bereichen der Mathematik beinhalten. Dabei werden die ersten zwei Runden in Zusammenarbeit aller Teams einer Stufe in der Schule gelöst, und nur die dritte Runde wird in die Mannschaftswertung einbezogen. Das Ziel dabei ist, die ersten beiden Runden so schnell wie möglich zu lösen, um früh in die dritte Runde zu kommen und dort viel Zeit zu haben.
Durch gute Zusammenarbeit und die Erfahrung des höheren Jahrgangs konnten wir die ersten beiden Runden trotz eines Fehlers in einer Aufgabenstellung – mit Pizza und jeder Menge Crêpes – schon bis 12 Uhr nachts bewältigen und um Punkt Mitternacht in die dritte Runde starten. Für diese hatten wir nun bis 8 Uhr morgens Zeit, was durch den schnellen Abschluss der gruppenübergreifenden Phase einen souveränen Zeitvorteil gegenüber vielen anderen Schulen darstellte.
Die Aufgaben der dritten Runde waren die schwersten, und damit auch die aufwändigsten Aufgaben, wobei hinzukam, dass wir alle langsam müde wurden, weswegen wir langsamer arbeiteten. Es stand zwar ein Schlafraum zu Verfügung, doch von uns konnte, trotz eines kläglichen Versuchs, keiner schlafen. Dass wir heiser waren, nachdem wir zusammen mit anderen Teams laut gesungen hatten, half auch nicht. Trotz der Schwierigkeiten hatten wir um 5:30 Uhr schon sechs bis sieben der Aufgaben gelöst, und wir wussten, dass wir uns für die letzten paar Aufgaben noch mal anstrengen müssen würden… Das Bild zeigt unser Team (die „AlgorithMänner“: Daniel Baumgarten, David Belka, Moritz Börner, Titus Naß) um 6 Uhr 55 nach einer schlaflosen Nacht mit über 12 Stunden Mathe.
Gegen 7:30 Uhr waren wir dann mit allen Aufgaben mehr oder weniger fertig. Mit gemischten Gefühlen bezüglich der Qualität unserer Lösungen warteten wir auf die Ergebnisse, die ein paar Tage später kamen – und wir hatten überraschenderweise im deutschlandweiten Wettbewerb unserer Stufe die sechsthöchste Punktzahl (einen siebten Rang) erreicht.
Uns haben die Aspekte, dass der Wettbewerb über Nacht und in Teams stattfindet, sehr gut gefallen, weshalb wir auf jeden Fall nächstes Jahr wieder teilnehmen werden und den Wettbewerb jedem matheinteressierten Schüler weiterempfehlen.
David Belka, Moritz Börner (8–1)
Platzierungen der Schulteams
Auch die Ergebnisse der übrigen Teams können sich sehen lassen, wie die folgende Übersicht der Platzierungen zeigt.
Klassenstufen 8 und 9
- [hhgym] Numerus Primus (Enno Giesel, Vladyslav Nikitochkin, Aliaksandr Safronenka, Sofiia Tazhkenova, Alisa Karpenko): 4. Rang (42 Punkte)
- [hhgym] AlgorithMänner (François Daniel Baumgarten, Moritz Nikolaus Börner, Karl Titus Naß, David Lino Belka): 7. Rang (33 Punkte)
- [hhgym] 1+1=3 (Noah Pulnar, Illia Holovianko, Clemens Krolop, Yann Pudewill): 20. Rang (30 Punkte)
- [hhgym] Math Royal (Chen Sang, Illia Shulgin, Juri Wein, Anton Baykalov): 42. Rang (21 Punkte)
- [hhgym] c’n’m (Carmen Cuntze, Maša Somun, Nili Kropp): 54. Rang (18 Punkte)
- [hhgym] Solivii matimatiki (Marija Stasevich, Anastasiia Zakharova, Vladislava Sharfarets): 63. Rang (16 Punkte)
- [hhgym] Fischfresse (Grigoriy Parakhonskiy, Thien Lee Nguyen, Bastian Röbel, Leopold Schallwig): 71. Rang (15 Punkte)
- [hhgym] Regenschirmgruppe (Maël Frederik Aschenbach, Jaron Oliver Rahloff, Joaquín Ricardo Tebbe Bendeck, Kelvin Eller): 89. Rang (11 Punkte)
- [hhgym] Ist mir Wurst 42 (Yaroslav Nikitochkin, Finian Christian Laurisch, Lukas Alexander Franz, Marius Lange): 98. Rang (9 Punkte)
Klassenstufen 9 und 10
- [hhgym] keine aMATHEure (Florian Timo Bruse, Emilio Francisco Bering, Jakob Lowis Kasimir Morawietz, Lennart Luis Freier): 6. Rang (42 Punkte)
- [hhgym] Fermat’s erster Satz (Leo Rösner, Bao Bao Liao, Levi Bogajewski, Jules Colas Etchepare): 8. Rang (41 Punkte)
- [hhgym] Pi*Daum (Viktor Frank, Frederik János Baumgarten, Svea Leib, Henrik Bauckmann): 14. Rang (33 Punkte)
- [hhgym] Die πxel (Henry Li, Zhonglin Chen, Patric Porteanu, Zsuzsa Kühling): 25. Rang (24 Punkte)
- [hhgym] Die Sinus-Schnüffler (Valeriia Shabatina, Nica Marni Ramdohr, Elena Mari Reiher): 32. Rang (21 Punkte)
- [hhgym] Goongolplex (Rafael Brinkel, Bagrat Torosyan, Lukas Pryke, Niklas Ritter): 43. Rang (14 Punkte)
- [hhgym] … . (Emil Strehle, Johanna Maxi Britz, Anneka Meret Vierke, Anna Tabitha Behrisch): 50. Rang (12 Punkte)
- [hhgym] The MATHrix Renumbered (Stella Wolf): 62. Rang (7 Punkte)
Klassenstufen 11 und 12
- [hhgym] A‑Team (Otto Handrich, Niklas Rheinländer, Amira El-Saadi, August Rehdorf): 3. Rang (46 Punkte)
- [hhgym] Die Physiker (Dmitry Dollmeier, Amina Karpenko, Justus Morper, Rudolf Straube): 7. Rang (43 Punkte)
- [hhgym] Easy as π (Mikhail Iomdin, Anna Kondratyeva, Timofej Lozovskij, Nikolai Melnik): 10. Rang (41 Punkte)
- [hhgym] Ja, Chef! (Harikiran Turlapati, Junes Senz, Oskar Schories, Konrad Rödel): 12. Rang (40 Punkte)
- [hhgym] Ohne Taylor (Lev Dymshits, Matteo Budinstein, Yaroslav Lukashchuk, Kseniia Kagan): 15. Rang (36 Punkte)
- [hhgym] Underleaf (Max Kummer, Jakub Lembcke, Jonathan Seehafer, Fedir Deineko): 23. Rang (30 Punkte)
- [hhgym] 3,14 doras (Denis Coman, Alexander Levant, Peter Scholz, Varvara Deineko): 38. Rang (25 Punkte)
- [hhgym] Lange Nacht des Nicht-Schlafens (besser) (Jacob Schulz, Moritz Ender, Sophie Do): 53. Rang (17 Punkte)
- [hhgym] TangEnte (Oksana Verbitska, Alina Koch, Julius Hilker): 61. Rang (13 Punkte)
- [hhgym] Das KAPITAListen (Elmar Gober, Georg Ambrasat, Finn Kirschning, Klara Guzenda): 75. Rang (9 Punkte)
- [hhgym] Intraparietaler Sulcus (Lily Mai Nguyen, Malte Lunkeit, Birthe Jüttner, Lina Tebbe Bendeck): 77. Rang (8 Punkte)