Wie vielfältig Lernen außerhalb des regulären Unterrichts sein kann, zeigte auch in diesem Jahr unsere Projektwoche vor den Sommerferien. Ob Technik, Politik, Sport, Kreativität, Naturwissenschaften oder gemeinsames Spielen – die Schülerinnen und Schüler nutzten die Gelegenheit, eigene Interessen zu vertiefen, Neues auszuprobieren und gemeinsam beeindruckende Ergebnisse zu erzielen. Dabei entstanden nicht nur spannende Projekte, sondern auch neue Freundschaften, besondere Erlebnisse und jede Menge unvergessliche Momente.
So kamen Technikbegeisterte auf ihre Kosten. Im 3D-Druck-Projekt entwickelten die Teilnehmenden mit Fusion 360 eigene Katapulte, die anschließend gedruckt und getestet wurden. Besonders faszinierend war es zu beobachten, wie aus digitalen Entwürfen innerhalb kurzer Zeit funktionierende Prototypen entstanden. Ebenso innovativ arbeitete die Hertzfabrik, die eigene Designs entwickelte und T‑Shirts bedruckte. Ein Highlight war am Ende der Woche die erste fertig produzierte Merch-Kollektion. Im Drohnenprojekt lernten die Schülerinnen und Schüler, Drohnen ohne Stabilisierung zu fliegen. Beeindruckend war vor allem, wie schnell die Erfahrungen aus dem Flugsimulator auf echte Drohnen übertragen werden konnten.
Naturwissenschaftliche Neugier stand auch im Raketenprojekt im Mittelpunkt. Dort beschäftigte sich die Gruppe mit der Geschichte der Raumfahrt – von frühen literarischen Visionen bei Lukian und Cyrano de Bergerac über Edgar Allan Poe und Jules Verne bis hin zum Wettlauf zum Mond. Anschließend wurden sogar eigene Raketenstarts mit selbst entwickelten Treibstoffmischungen und Druckluft durchgeführt.
Ein besonders aktuelles Thema griff das Politikprojekt auf. Motivierte Schülerinnen und Schüler, die sich mehr politische Beteiligung am Hertz wünschen, bereiteten gemeinsam die U16-Berlin-Wahl im September vor. Zu den Höhepunkten gehörten ein Besuch im Berliner Abgeordnetenhaus sowie die täglichen politischen Debatten zu Themen, die Jugendliche unmittelbar betreffen – von steigenden Mietpreisen über die Verkehrswende bis hin zur Sicherheit im Kiez.
Auch kulinarisch wurde es in mehreren Projekten spannend. Im Projekt „Sweet & Savory“ wurde gekocht, gebacken und anschließend die selbst hergestellten Speisen verkauft. Besonders stolz war die Gruppe, als sie nach mehreren Stunden Arbeit ihre fertigen Ergebnisse präsentieren konnte. Auch das Kochprojekt des 11. Jahrgangs setzte auf Teamarbeit und Genuss. Mit Gerichten wie Chicken Alfredo, Schokofrüchten, Joghurt mit Früchten sowie selbstgemachten Getränken engagierte sich die Gruppe für gutes und zugleich bezahlbares Essen. Die erzielten Gewinne kommen der Abi-Kasse des Jahrgangs zugute.
Sport kam ebenfalls nicht zur kurz. Im Boxprojekt erarbeiteten die Teilnehmenden Grundlagen wie Beinarbeit, Schlagtechniken sowie Verteidigungs- und Ausweichbewegungen. Der Besuch eines Boxstudios bot die Gelegenheit, das Gelernte direkt anzuwenden. Im Judoprojekt trainierten Anfängerinnen und Anfänger gemeinsam mit erfahrenen Judoka und Kampfsportlern. Am Ende der Woche konnten alle sicher fallen, verschiedene Würfe ausführen und Haltetechniken anwenden. Besonders beeindruckend war zu sehen, wie selbst jüngere Siebtklässler deutlich größere Schülerinnen und Schüler erfolgreich werfen konnten.
Kreativität spielte in vielen Projekten eine zentrale Rolle. Der Aktivitätenclub gestaltete Armbänder, dekorierte Haarbürsten, bastelte Blumen aus Pfeifenreinigern und entwarf Henna-Muster. Die Vielfalt der individuellen Ergebnisse zeigte eindrucksvoll die Kreativität der Teilnehmenden. In der Kreativen Ecke wurde gemalt, gezeichnet, gebastelt und gehäkelt. Die entspannte Atmosphäre, die gute Zusammenarbeit und die entstandenen Produkte, die auf dem Sommerfest verkauft werden, machten die Woche für viele besonders angenehm.
Wer lieber gemeinsam spielte, fand in den Projekten „Klassische Spiele“ und Kartenspiele schnell Anschluss. Beim Ausprobieren unterschiedlichster Brett‑, Karten- und Gesellschaftsspiele standen Spaß und Gemeinschaft im Vordergrund. Ob Wizard, Doppelkopf, Tichu, Poker oder Kuhhandel – die Spielrunden sorgten nicht nur für Spannung, sondern auch dafür, dass viele neue Kontakte entstanden. Besonders in Erinnerung blieb eine große Pokerrunde, die aufgrund ihrer mitreißenden Atmosphäre sogar weit über die reguläre Projektzeit hinaus andauerte.
Praktisches Engagement für die Schule zeigte das Teichprojekt. Hier wurden beschädigte Palisaden erneuert, Biomasse aus dem Teich entfernt, Kompost sortiert, neuer Rasen angesät und sogar das Insektenhotel repariert. Neben der sichtbaren Verschönerung des Schulhofs sorgten vor allem die Arbeit mit dem Vorschlaghammer und die Begegnungen mit den Tieren im Teich für Begeisterung.
Und im Filmprojekt arbeiteten Schülerinnen und Schüler verschiedener Jahrgänge gemeinsam an einem eigenen Film, der auf dem Sommerfest Premiere hat. Durch das Drehen zahlreicher Szenen entstand nicht nur ein kreatives Ergebnis, sondern auch eine besondere Zusammenarbeit über Klassenstufen hinweg.
Die Projektwoche hat einmal mehr gezeigt, wie vielfältig die Interessen und Talente unserer Schulgemeinschaft sind. Ob politisches Engagement, technische Innovation, sportliche Herausforderungen, kreative Gestaltung oder gemeinschaftliche Aktionen – überall waren Neugier, Einsatzbereitschaft und Teamgeist spürbar. Die zahlreichen Projekte machten deutlich: Lernen kann auf ganz unterschiedliche Weise stattfinden – und dabei jede Menge Spaß machen.
Ausführliche Einblicke gibt es beim Sommerfest.