Projekttag 2015 „Tag der Vielfalt“

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Mit unserem drit­ten Schule-ohne-Ras­sis­mus – Tag am Hein­rich-Hertz-Gym­na­si­um man­i­festiert sich nun mit­tler­weile eine feste Tra­di­tion an unser­er Schule.

Mit­glieder der SoR-AG bere­it­eten den Tag seit Monat­en vor, es wurde recher­chiert, Filme geschaut, Kon­tak­te geknüpft und Wer­bung betrieben, um noch mehr Schüler:innen zu gewin­nen, die für andere an diesem Tag einen Work­shop gestal­ten – und das mit großem Erfolg: es fan­den sich 25 Schüler:innen, die mit viel Engage­ment dabei waren und somit den Tag zu einem beson­deren Erleb­nis für die jahrgangs­gemis­cht­en Grup­pen wer­den ließen.

Beson­ders hat mich gefreut, dass auch Schüler:innen der 9.Klassen aktiv den Tag mit­gestal­tet haben, indem sie das viet­name­sis­che Leben in Berlin the­ma­tisierten. Zwei Schü­lerin­nen führten eine Ral­lye im Dong Xuan Cen­ter in Licht­en­berg durch, eine andere Gruppe gab einen Kochkurs für viet­name­sis­ches Essen und disku­tierte deren Spezialitäten.

Die meis­ten anderen Work­shops wur­den von Oberstufenschüler:innen durchge­führt und einige davon besprachen Filme, die das The­ma Diver­sität und Vorurteile bein­hal­teten. Dabei ging es u.a. um das Ein­wan­derungs­land Deutsch­land („Almanya“), um den Viet­namkrieg (dieser Work­shop disku­tierte anhand mehrerer Fil­mauss­chnitte den Krieg), um die Sit­u­a­tion der Roma und Sin­ti in ihren Ursprungslän­dern („Just the Wind“) oder das Leben in ein­er Mul­ti-Kul­ti-Fam­i­lie in Frankre­ich (M. Claude…). Wie weit darf Satire gehen? Das hin­ter­fragten Schüler:innen in einem Work­shop zu ver­schiede­nen Com­e­dy-Enter­tain­ern mit Migra­tionsh­in­ter­grund, den soge­nan­nten Stand-up-Migranten.

Ein weit­er­er Schw­er­punkt an diesem Tag war die Flüchtling­sprob­lematik: Eine Schü­lerin organ­isierte ein Zusam­men­tr­e­f­fen mit jugendlichen Flüchtlin­gen in Hellers­dorf, ein weit­er­er Work­shop befasste sich mit ille­galen Flüchtlin­gen aus Lateinameri­ka in den USA und im Notauf­nah­me­lager Marien­felde dreht­en Schüler:innen unter Anleitung eines His­torik­ers und ein­er Schaus­pielerin einen kurzen Film zum The­ma Flucht aus der DDR.

Unser Fremd­sprachenas­sis­tent aus Eng­land Nick Fox bot eine gut besuchte Filmdiskus­sion zu „This is Eng­land“ an, bei der sich kein­er daran störte, dass die Ver­anstal­tung fast 40 Minuten länger als geplant dauerte.

Die Poli­tolo­gin Gönül Kaya beant­wortete kom­pe­tent Fra­gen zum The­ma Islam und unsere Referendar:innen Fr. Hoff­mann und Hr. Schlim­mer organ­isierten eben­falls eigene Work­shops (Jüdis­ches Leben heute/ Viet­name­sen in Berlin – in Zusam­me­nar­beit mit der Organ­i­sa­tion Die Reistrommel).

Es wurde ein Tag mit vielfälti­gen Ein­drück­en und Erleb­nis­sen, der vielle­icht die eine oder andere Per­spek­tive verän­dert oder erweit­ert hat, einige Schubladen entrüm­pelte oder ein­fach nur Spaß gemacht hat, selb­st nach The­men zu suchen und eigene Ansätze für die Diskus­sion zu find­en und diese dann umzusetzen.

Vie­len Dank für den großar­ti­gen Ein­satz an Jas­mi­na Doan, Bao Chau Tran, Tung Than Bui, Liane Thao Ngnyen, Long Nguyen,Janosch Glöck­n­er, Isabelle Hol­latz, Lau­ra Weiske, Berta Fis­ch­er, Jo Staschok, Leila Nitschke, Nina Tipp­mann, Meta Her­mann, Janik Scharf­fen­berg, Jördis Kaeper­nick, Ernst Mehlmann, Simon Abra­hamyan, Lukas Eisen­bach, Celi­na Güntzel, Paul Volke, Patrick Geneit, Minh Tien Trinh als Work­shopleit­er …und beson­deren Dank an Celi­na Güntzel, die mich auch organ­isatorisch sehr unter­stützte, sowie an alle beteiligten Lehrer:innen der Schule.

Ines Kumanoff

Über uns

Das Heinrich-Hertz-Gymnasium ist eine Schule besonderer pädagogischer Prägung mit mathematisch-naturwissenschaftlichem Profil, das über eine jahrzehntelange Tradition in der Förderung von mathematisch und naturwissenschaftlich interessierten und begabten Schüler:innen verfügt.

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