20240301_WMHHGym_Panel_ZukunftEuropa-47

Anläss­lich der bevor­ste­hen­den Euro­pa­wahl, bei der unse­re Ober­stu­fen­schü­le­rin­nen und ‑schü­ler zum ers­ten Mal wäh­len dür­fen, fand heu­te in der Aula eine Podi­ums­dis­kus­si­on zum The­ma „Zukunft Euro­pa – Wie kann die Euro­päi­sche Uni­on Her­aus­for­de­run­gen gemein­sam lösen?“ mit vier Poli­ti­ke­rin­nen und Poli­ti­kern unter­schied­li­cher Cou­leur statt.

Podi­ums­dis­kus­sio­nen in Schu­len sind grund­sätz­lich eine span­nen­de Sache, weil die Prot­ago­nis­ten kom­ple­xes­te The­men für jun­ge Men­schen anschau­lich dar­stel­len müs­sen – ohne dass dabei die Sub­stanz auf der Stre­cke bleibt; das muss man erst­mal schaf­fen. Die­sem Ver­such, der Qua­dra­tur des euro­pa­po­li­ti­schen Krei­ses, stell­ten sich heu­te in unse­rer prall gefüll­ten Aula fol­gen­de Poli­ti­ke­rin­nen und Poli­ti­ker: Fre­de­ric Augus­tin (SPD), Anna Cavazzini (Grü­ne), Paul Cou­que (CDU) und Kon­stan­ze Krie­se (Lin­ke).

Die Dis­ku­tan­ten, die mit unter­schied­lich gro­ßer Podi­ums­er­fah­rung ange­reist waren, wur­den nach einer kur­zen Vor­stel­lung zunächst nach der Bedeu­tung der EU für jun­ge Men­schen befragt. Schnell wur­de dabei deut­lich, wie grund­le­gend die euro­päi­sche Ebe­ne ein­ge­schätzt wird und wie wert­voll Mög­lich­kei­ten wie Inter­rail und Eras­mus sind.

Anschlie­ßend wur­den die Aus­wir­kun­gen des Ukrai­ne­krie­ges und sei­ne Fol­gen für Euro­pa dis­ku­tiert. Auch wenn dabei unter­schied­li­che Akzen­te gesetzt wur­den, z.B. in Bezug auf die Lie­fe­rung von Tau­rus-Marsch­flug­kör­pern, war man sich sehr einig, wie wich­tig gemein­sa­mes Han­deln der EU ist, um Russ­land die Stirn bie­ten zu können.

Kon­tro­ver­ser ging es beim nächs­ten The­ma zu, der euro­päi­schen Migra­ti­ons­po­li­tik. Doch obwohl das The­ma exem­pla­risch für gesin­nungs- und ver­ant­wor­tungs­ethi­sche Vor­stel­lun­gen ist, die übli­cher­wei­se auf­ein­an­der­pral­len, zeig­ten sich die Prot­ago­nis­ten zwar durch­aus klar in ihren Hal­tun­gen, aber ange­nehm beson­nen und sachlich.

Im letz­ten Teil öff­ne­te sich die Run­de für Fra­gen der Schü­ler­schaft, die per App gestellt und dort nach oben gevo­tet wer­den konn­ten, um dann von den Mode­ra­to­ren gestellt zu wer­den. Dabei ging es etwa um Atom­kraft oder die Gefahr, die von der AfD aus­ge­hen könnte.

Eben­so sou­ve­rän wie die Prot­ago­nis­ten der Dis­kus­si­on agier­te das Mode­ra­to­ren­duo aus Cla­ra Peu­ker und Bela Brun­ner, das die Run­de beein­dru­ckend kennt­nis­reich und char­mant von The­ma zu The­ma dirigierte.

Ein herz­li­ches Dan­ke­schön geht an die AG Euro­pa, die alles auf die Bei­ne gestellt und damit ver­mut­lich für vie­le Erst­wäh­ler einen wich­ti­gen Bei­trag zur Mei­nungs­bil­dung geleis­tet hat.

 

Alex­an­der Buchholtz